Stellmichvor

Das Unmögliche möglich zu machen, wird ein Ding der Unmöglichkeit! (Andreas Brehme)

Als Argentinien 1986 das WM-Finale gegen Deutschland gewann, war ich neun Jahre und persönlich beleidigt. Jorge Burruchaga hatte mit seinem Tor in der 84. Minute meinen Traum zerschossen. Meine Eltern mussten mich tagelang trösten. Auf die Frage: Und was hast du in deinen Sommerferien gemacht? habe ich geantwortet: Geheult!

Vier Jahre später lernte ich, dass es doch noch Gerechtigkeit im Fußball gibt. Andreas Brehme machte Deutschland mit seinem verwandelten Elfmeter in Rom zum Weltmeister gegen Argentinien und mich zu einem glücklichen Jungen. Seitdem bringe ich die italienische Hauptstadt weniger mit Colosseum oder Trevibrunnen in Verbindung, sondern mit der durchschwitzten, blonden Matte von Andy Brehme. Wie er da stand, aus dem Augenwinkel kurz zum Schiedsrichter linste und dann einfach seinen Job erledigte. Vorschriftsmäßiger Dienst am deutschen Fußballvolk. Danke. Grazie. WELTMEISTER!

14 Jahre später bei meinem ersten Besuch als Tourist in Rom musste ich sogar einen Ordner bestechen, damit er mir Zutritt zum Stadion gewährte. Ich versprach ihm Tickets für die WM 2006 in Deutschland. Er hat sie nie bekommen. Dafür ist Italien Weltmeister geworden. Auch nicht schön. Aber eine andere Geschichte.

Fußball fasziniert mich seit meiner frühesten Kindheit und ist für mich bis heute eine emotionale Angelegenheit – die größtmögliche gemeinschaftliche Form des Jubels und des Leidens. Hier geht`s um Fußball. Schaut euch um. Klickt euch durch. Diskutiert mit. Viel Vergnügen. Anregungen und (Weiter-) Empfehlungen sind absolut erwünscht!

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