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In Brasilien wächst die Gesundheit auf Bäumen und Palmen. Und deswegen werde ich mir vor dem Abflug noch einmal meine Lieblingsdroge gönnen – eine Portion Acai (sprich: Assa-i)! Die Frucht hat es mir angetan. Und sie tut mir gut. Sie macht einen kerngesunden Menschen aus mir. Sie bewirkt wahre Wunderdinge. Angeblich. So genau weiß das keiner. Die Acai-Beere stammt aus dem Amazonas-Gebiet, sieht so ähnlich aus wie die Johannisbeere und ist reich an Antioxidanten, Nährstoffen und essenziellen Fettsäuren. Eine Vitamin- und Proteinbombe. Gut für das Immunsystem. Gut für den Stoffwechsel. Und noch besser für das schlechte Gewissen.

In Brasilien gibt es viele Suco-Läden, also Saftläden, die Acai im Angebot haben. Und es gibt kleine Imbisse, die sich komplett auf das Wundermittel spezialisiert haben. Für 18 Reals, umgerechnet sechs Euro, bekommt man eine Portion wie auf dem Foto. Also eine eiskalte, violette, dickflüssige Pampe. Auf Wunsch mit Bananenstückchen und Müsli-Körnern als Beilage. Gut geeignet zum Vermischen. Das Ganze erinnert mich an „Frozen Joghurt“, schmeckt aber viel, viel besser: Cremig, süß, fruchtig und sooo gesund! Man muss nur aufpassen, dass man den kalten Vitamincocktail nicht zu schnell in sich hinein löffelt. Ansonsten zieht der Schmerz bis in die Augenhöhle.

Die „Wunderbeere“ ist inzwischen von der Schönheitsindustrie entdeckt worden und wird unter anderem bei Schlankheitskuren und in der Anti-Aging-Kosmetik eingesetzt. Auffindbar in Kapseln, Cremes und Shampoos. So manches Hollywood-Sternchen soll auf den „Amazonas-Exoten“ schwören. Und ich würde der deutschen Mannschaft vor dem Finale am Sonntag gegen Argentinien dringend eine Dröhnung empfehlen. Sicher ist sicher. Ich muss dann mal los…